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Ilija Trojanow / Nach der Flucht

Ja, und dann noch das aktuelle Buch des Weltensammlers Ilija Trojanow : In knappen Bildern, Mosaiksteinen gleich, erzählt der 1965 in Bulgarien geborene, mit den Eltern 1971 geflohene Autor vom Leben nach der Flucht. Von den Schwierigkeiten und Peinlichkeiten  -  auf beiden Seiten. Ein sehr einprägsame, Erkenntnis stiftende Analyse, die sich wunderbar leicht lesen lässt. Kurze, eindringliche Sätze wie: „Den Anderen nur als ,Anderen? wahrzunehmen ist der Beginn von Gewalt.“ Oder: „Heimat ist das, was in einem nicht sterben kann. Eine Illusion, die auch dann nicht verschwindet, wenn man nicht mehr an sie glaubt.“

 

Selbst wenn die Integration über alle Maßen gelingt, irgendwas bleibt, z.B. „Sie haben ja gar keinen Akzent. Das klingt wie Sie verheimlichen uns etwas?“ Oder die Passage, deretwegen ich das Buch dann endgültig las: „Stets wird der Geflüchtete (also Trojanow) vorgestellt als einer, der von woanders kam. Der spät in einer Winternacht in einen Gasthof trat. Der nicht eingeladen war. Ein Mündel, dem ein Teller Suppe vorgesetzt wurde, weil es sich so ziemt. Egal, wie viele Jahre seit seiner Flucht vergangen sind, die Einheimischen kennzeichnen ihn als jemand, der etwas Essentielles nicht mit ihnen teilt.“

Eine kluge und poetische Meditation über das Fremdsein. Literatur als Widerstand, Poesie als Waffe gegen diese neue alte Angst.

http://www.inside-books.de/product/4099276460853439845/Sach--und-Fachbuecher_weitere-Sachbuecher_Biografien-und-Memoiren/Ilija-Trojanow/Nach-der-Flucht

"Ich kenne keinen Stress, nur Strass"

Ursprünglich von Karl Lagerfeld, jetzt eines der Lieblings- Zitate von unserem Buchhändler Thomas Koch. 

 

 

 

Sonderausgabe Februar 2018

Sie kennen das bestimmt auch: Ein Freund, ein Bekannter schenkt Ihnen ein Buch. Vom Autor haben Sie noch nie was gehört. Na ja, denken Sie vielleicht, ist ja ganz schön, ich guck mal rein. Und dann passiert etwas mit Ihnen: ein kaum beschreibbarer Sog entwickelt sich; man will das Buch nicht mehr weglegen; man recherchiert, wer zum Donner ist der Autor? (Und ich bitte um Entschuldigung, das gilt natürlich auch prinzipiell alles für Autorinnen!)

So ging es mir zur Jahreswende Michael Zöllner von Klett-Cotta ließ mir

„Der Reisende“ von Ulrich Alexander Boschwitz

zukommen mit der Anmerkung, das sei „der Hammer“. Verleger-Marketing, dachte ich. Zunächst.

Wochen später, noch vor Einsetzen der Werbung, schaute ich dann hinein. Und es passierte das oben Beschriebene: eine Wucht von einem Buch! Elektrisierend, bedrückend, intensiv.

Die Geschichte ist kurz erzählt:

Berlin, 1938: Der angesehene jüdische Kaufmann Otto Silbermann findet sich nach den Novemberpogromen und seiner Flucht aus Berlin als rastloser Reisender in den Zügen der Deutschen Reichsbahn wieder. Verwandte und Freunde sind verhaftet oder verschwunden. Aus Deutschland kommt er nicht raus. Was ihm noch bleibt, ist eine Aktentasche voller Geld. In den Waggons, auf Bahnsteigen und in Bahnhofsrestaurants, auf seinen Fahrten quer durchs Land trifft er auf andere Reisende, Flüchtlinge und Nazis, auf gute wie schlechte Menschen.

Es sind zwei Dinge, die mich an diesem Buch über alle Maßen faszinieren: Zum einen die kühl sezierende Beobachtung, wie schnell und umfassend das Böse um sich griff; und dem gegenüber die vollständige Hilflosigkeit, das Ausgeliefertsein noch wenige Wochen zuvor angesehener Bürger.

Das ist ja nun nicht neu, kann man mir entgegnen. Ja, und deswegen die zweite Sache, die Besonderheit an der Erzählweise Boschwitz?: Eine ewig mäandernde Introspektion, stille Verzweiflung, ja, auch pure Larmoyanz, wechseln ab mit kurzen, fast kämpferischen Ansätzen des Aufbäumens und einer präzisen Beobachtung der Menschen um den Reisenden herum, der ja immer in der elementaren Gefahr ist, als Jude erkannt oder denunziert zu werden.

Das Ganze ist so reif, so gekonnt - man mag es fast nicht glauben, dass es in fieberhafter Eile in nur vier Wochen direkt nach den November-Pogromen geschrieben wurde.

Und es ist einfach überwältigend traurig, bedrückend. Von ungeheurer, unmittelbarer Wucht. Die sich so schlagartig ändernde Lebenswirklichkeit im Hitlerdeutschland habe ich noch nie auch nur ähnlich intensiv nachempfinden können.

Und mit diesen Empfindungen steigt meine Wut auf all die Vergifter und Zündler, die jetzt wieder Oberwasser zu bekommen glauben.
 

Ulrich Alexander Boschwitz / Der Reisende

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Klett-Cotta / 20,- € / ISBN: 978-3-608-98123-0

 
 



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